Osternacht

In einem Kirchenjahr bedeutet die Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag den Neubeginn, den Sieg über Dunkelheit und Nacht. Christus ist auferstanden und mit ihm neues Leben. Ausgehend von dieser Nacht, der Osternacht, folgen religiöse Feste und Festzeiten das gesamte Jahr hindurch. Der österliche Gottesdienst setzt sich aus vier einzelnen Feiern zu einem Ganzen zusammen.

Still noch wird das Ende Fastenzeit am Karsamstag begangen. Nach Sonnenuntergang oder am Ostersonntag in aller Frühe beginnt der feierliche Gottesdient der Osternacht meist mit der Lichtfeier. An einem Osterfeuer, von Pfarrer oder Priester entfacht und geweiht, entzündet er die Osterkerze und trägt sie nach der Weihe in das Kircheninnere, welches noch im Dunkeln liegt. Hier singt er das Exsultet, lobpreist die Auferstehung Christi, das Lichtwerden, den Sieg über Nacht und Tod. Der Lichtfeier folgt ein Lese- und Gebetsgottesdienst. Mindestens 5 Lesungen aus der Bibel verkünden Gottes heilige Taten für die Menschheit, eine Erzählung von der Wiedergeburt Christi eingeschlossen. Bei der angestimmten Gloria läuten alle Glocken, die Orgel erklingt das erste Mal wieder. Im dritten Teil der Osterliturgie, der Tauffeier, wird mit der Osterkerze das Taufwasser geweiht.  Täuflinge beginnen nun mit dem Eintritt in die Glaubensgemeinschaft ein neues Leben in der Obhut der Christen. Die Eucharistiefeier beschließt die Osternacht. Sie gilt der Danksagung Gottes, dem Jubel der Gemeinschaft. Das Abendmahl wird als Höhepunkt des Ostergottesdienstes betrachtet. Jede nun folgende Sonntagsmesse innerhalb der 50-tägien Osterzeit, die mit der Osternacht beginnt und Pfingsten endet, gilt als Osterfeier, die den Sieg über den Tod und die Auferstehung Christi zelebriert.

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