Ostern – das Fest der Bräuche

Geht es um Brauchtumspflege, nimmt Ostern mit allerlei überlieferten Traditionen einen gewichtigen Platz ein.

Die meisten entspringen religiösen Wurzeln und einige leben, wenngleich durchaus in abgewandelter Form, in vielen Regionen und über Generationen hindurch weiter.

Deutschlandweit bekannt und bei den Kindern beliebt dürfte beispielsweise der Osterhase sein, der laut Überlieferung Eier in den schönsten Farben bemalt und diese dann pünktlich am Ostersonntagmorgen im Garten versteckt. Die Erklärung, warum gerade ein Hase die Eier bringt, liegt offenbar in der Fortpflanzungsfreude dieser Tiere, was von neu entstehendem Leben zeugt, wie Ostern aufgrund der Wiedergeburt Jesu ebenfalls.

Das Ostereierbemalen indes hat einen weit größeren religiösen Anstrich, als manch einer glauben mag. Die Eier, bei den Germanen in sich selbst Symbol von Fruchtbarkeit und neuen Daseins, wurden in christlichen Familien früher angemalt, um sie aufgrund des Fleischverbotes während der Fastenzeit haltbar zu machen und am Ostersonntag weihen zu lassen. Die Farbe Rot referenzierte dabei das Grab Jesu, das Ei-Innere hingegen seine Auferstehung.

Mit Osterfeuern in der Osternacht, an denen Osterkerzen entzündet werden sowie der Ostermesse am Sonntagmorgen verbinden sich derweil gleich vier aus Urzeiten übernommene Sitten der christlichen Gemeinschaft. Eine jede zelebriert den Neubeginn, das Wiedererscheinen Jesu.

Osterlachen hingegen ist fast vollständig in Vergessenheit geraten. Hierbei versuchte der Geistliche, seine Gottesdienstgemeinde durch Anekdoten oder Gesten zum Lachen zu bringen, um der Freude Gottes Ausdruck zu verleihen, dass der Tod mit der Auferstehung Christi besiegt wurde. Mittlerweile gibt es allerdings erste Versuche, diesen Brauch wieder aufleben zu lassen.

Andere Traditionen sind nur regional ausgeprägt, wie etwa Öschprozessionen, auch Bittprozessionen genannt, bei denen während Flurumgängen um eine reiche Ernte gebetet wird  oder auch das Ratschen, mit dem die Gläubigen an den Tagen, an denen keine Glocken läuten, an die Gottesdienstzeiten erinnert werden.

Genannt wurden hier längst nicht alle Osterbräuche ...

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