Ostereier bemalen

Ein jeder kennt bemalte Ostereier. In kräftigen, aber auch sanften Farben, schlicht oder kunstvoll verziert, sorgen sie für bunte Tupfer in der frühlingswarmen Osterzeit. Längst werden nicht nur jene Eier bemalt, die lediglich Dekorationszwecken dienen, sondern und vor allem auch die zum Verzehr bestimmten. Obwohl für Deutschland erste gefärbte Eier nicht vor dem beginnenden 13. Jahrhundert erwähnt werden,

Ostereier bemalenbelegen andere Quellen selbige bereits aus viel früheren Zeiten. Für die Ukraine beispielsweise, aus der dieser Brauch zu uns gelangt sein soll. Seinen Ursprung könnte das Ostereier bemalen in verschiedenen Tatsachen haben. Das Ei galt von jeher als Fruchtbarkeitssymbol. In vorchristlicher Zeit wurden diese deshalb - rot eingefärbt - gern als Geschenk überbracht. Dies Synonym für neues Leben fand auch im christlichen Kontext seine Deutung. Die rote Schale des Eis stellt das Grab Jesu dar, das neue Leben innerhalb der Schale steht für seine Auferstehung am Ostersonntag. Die 40-tägige Fastenzeit könnte ebenfalls Auslöser für den Brauch sein. Da katholische Gläubige außer Fleisch auch keine Eier zu sich nehmen durften, hatte die dörfliche Glaubensgemeinschaft Eier zuhauf, denn die Hühner legten ja trotzdem. Die Eier wurden zum Osterfest gekocht und gefärbt, um sie weihen zu lassen. Dies machte diese bunten Eier zu etwas Besonderem gegenüber denen, die das ganze Jahr verfügbar waren. Bei den Farben stand Rot für die Kreuzigung Christi, Grün für Jugend und Unschuld, Weiß für Reinheit, Gelb für den Wunsch nach Weisheit und Erleuchtung und Orange für Ehrgeiz, Ausdauer und Kraft. Als besonders aufwändig und kunstvoll gestaltet gelten seit langem sorbische Ostereier. Ihren filigranen Mustern wird eine magische Wirkung auf den Beschenkten nachgesagt.

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